Jetzt noch Krippen schauen

Landshuter Krippenweg: Maria und Josef aus drei Jahrhunderten

Die Zeit „zwischen den Jahren“ bietet noch ausreichend Gelegenheit, sich mit dem Thema Weihnachten, vor allem aber mit den figürlichen Darstellungen der Geburt Jesu in Form von Krippen, zu beschäftigen. Nachfolgend einige Anregungen.

Wer Weihnachtskrippen liebt, für den ist Landshut um diese Jahreszeit immer wieder ein empfehlenswertes Reiseziel. An einem der größten Krippenwege in Deutschland zeigen Schreiner und Bastler aus vielen Ländern Meisterwerke europäischer Krippenkunst aus mehreren hundert Jahren.

Ein goldener Stern führt die Besucher noch bis 8. Januar von der Hauptausstellung in der Dominikanerkirche über Kirchen, Klöster und Geschäfte zu Maria und Josef mit dem Christkind, jubilierenden Engeln, Ochs’ und Esel in verschiedensten Darstellungen. Einen besonderen Blickfang stellen die lebensgroßen Krippenfiguren in alter niederbayerischer Kleidung vor dem alten Rathaus dar.

Weitere Informationen zum Krippenweg gibt es in einem kostenlosen Prospekt des Verkehrsvereins Landshut sowie im Internet: www.landshut.de.

Straubing – Krippenstadt Niederbayerns

Das Jesuskind in einer Krippe liegend, Maria und Josef, Ochs’ und Esel, Hirten und Schafe sowie die drei Weisen aus dem Morgenland: Fast jedes Haus hat eine Weihnachtskrippe, in vielen Kirchen wird kurz vor dem Fest eine aufgestellt, und selbst in Schaufenstern von Geschäften wird die Geburt Christi heutzutage modellhaft dargestellt. So viele und vor allem so viele schöne und außergewöhnliche Krippen wie in Straubing findet man allerdings fast nirgendwo. Wer dem „Krippenweg“ (bis 1. Januar 2012) durch die Innenstadt folgt, entdeckt in Kirchen und Museen eine Vielzahl von Krippen: alte und neue, große und kleine, kunsthistorisch bedeutsame und volkstümliche.

Zu den Schmuckstücken des Straubinger Krippenweges gehören die drei wertvollen Ganzjahres-Krippen in der Jesuitenkirche, bei den Karmeliten und in St. Jakob, die teilweise noch mit barocken Figuren aus dem 18. Jahrhundert gestaltet sind, sowie ein seltener Krippenaltar aus dem Jahr 1794 in der Spitalkirche.

Neu geschaffen wurden in den letzten Jahren einige größere Krippen und das Weihnachtsfoyer im Gäubodenmuseum. Das Amt für Tourismus gibt zum Straubinger Krippenweg einen kostenlosen Prospekt heraus, der die verschiedenen Stationen anschaulich und fachkundig beschreibt und über die Straubinger Krippengeschichte informiert. Darüber hinaus ist im Beck Verlag, Straubing, eine Broschüre „Straubinger Krippen“ von Guido Scharrer erschienen.

Elsass: Figuren aus glasiertem Ton

Im 13. Jahrhundert, zur Zeit des Heiligen Franziskus, begann man, die Geburt Christi mithilfe kleiner, aus Naturmaterialien gebastelter Figuren darzustellen. Im Elsass zum Beispiel findet man die Spezialisten für Krippenfiguren aus glasiertem Ton in Betschdorf. Glaubt man der Legende, so haben die Töpfer ihrem Lehnsherren Kaiser Barbarossa eine handgefertigte Krippe geschenkt. Dieser war von dem Geschenk so begeistert, dass er ihnen und ihren Nachfahren daraufhin das Recht zugestand, ihren Ton, den sie für die Ausübung ihres Berufs brauchten, kostenlos im Haguenauer Wald abzubauen…

Krippenkunst in Friaul-Julisch Venetien

Angesichts des großen Erfolgs findet bis zum 21. Januar 2012 „Krippen in der Villa 3. Schau der Krippenkunst in Friaul-Julisch Venetien“ statt. In der östlichen Exedra der Villa Manin von Passariano zeigt diese große Ausstellung die schönsten und originellsten Krippen, geschaffen von zahlreichen Liebhabern, Privatleuten oder Vereinen der Krippenkunst in Friaul-Julisch Venetiens.

Neben der Ausstellung gibt es auf dem runden Platz gegenüber der Villa den „Wald von St. Franziskus“: Tierenwie Schafe, Esel und Eichhörnchen, hergestellt von den Schülern der Grundschulen der Region, zeigen das tiefe und harmonische Verhältnis zwischen dem Heiligen von Assisi und allen Geschöpfen der Natur.

Nicht entgehen lassen sollte man sich die Initiative „Krippen-Rundweg (Giro Presepi) in Friaul Julisch Venetien“ mit mehr als 1.000 Krippen in der Region: Von den historischen Stätten wie zum Beispiel Sutrio, Moggio Udinese, Ara di Tricesimo, Reana, Polcenigo bis zum einzigartigen Krippenmuseum von Triest, führt er zu den zahlreichen Krippen in den Dörfern und auf den Plätzen in Gemeinden der Region.

Reiche Tradition in Kampanien

Prächtige Krippen sind um die Weihnachtszeit überall in den Kirchen Italiens zu bewundern. Auch in den italienischen Familien hat „il presepio“ einen hohen Stellenwert und ist wichtiger als der Weihnachtsbaum. Eine ganz besonders reiche Krippentradition findet man in Neapel und in der Region Kampanien. Ursprünglich wurde in der Krippe die Heilige Familie dargestellt, später kamen immer mehr bemalte Terrakotta-Figuren von Eseln, Ziegen und Schafen dazu.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstanden erste Figuren aus Holz und seit dem Barock hielten zunehmend Alltagsszenen und Landschaftsbilder ihren Einzug in die Darstellung der Weihnachtsgeschichte. Zu den traditionellen biblischen Figuren gesellten sich volkstümliche Charaktere, detailgetreue Abbildungen von Alltagsgegenständen und kulinarischen Köstlichkeiten.

Die Via San Gregorio Armeno, in der Altstadt von Neapel, ist das Zentrum des neapolitanischen Krippenkunsthandwerks. In den kleinen Geschäften kann man phantasievolle Krippenfiguren vom Jesuskind über exotische Tierfiguren bis hin zu Politikern bewundern und darüber hinaus Rohlinge zur eigenen Gestaltung erstehen.

Die größte Krippe „Cuciniello“ wird im Museo Nazionale die S. Martino ausgestellt. In ihr befinden sich 162 Menschen, 80 Tiere, 28 Engel und etwa 450 Miniaturgegenstände.

Noch bis 7. Januar 2012 findet in der Kirche San Severo al Pendino zum 26. Mal die Krippenausstellung Mostra di Arte Presepiale statt. Die Ausstellung bietet einen umfangreichen Einblick in die Kunst des neapolitanischen Krippenbaus.

Infos: www. www.comune.napoli.it (Turismo & Cultura)



Weihnachtsmärkte

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