Erfolgreicher Import aus Deutschland

Sogar die Nürnberger Buden wurden orginalgetreu nachgebaut

1996 entschloss sich die Deutsch-Amerikanische Handelskammer in Chicago, einen Weihnachtsmarkt im Herzen der amerikanischen Metropole auf die Beine zu stellen. Ziel war es, die "typisch deutsche Weihnachtsstimmung nach Chicago zu bringen".

Wie man dies am besten bewerkstelligt, glaubten die Veranstalter in Deutschland auf dem berühmten Nürnberger Christkindlesmarkt gesehen zu haben. Besonders die kleinen Holzbuden mit den Tuchverkleidungen gefielen den Amerikanern und so ließ man ebensolche Stände für das Marktprojekt in Chicago fertigen.

Aber auch die Marktbeschicker wurden größtenteils aus Deutschland "importiert". Fränkische und sächsische Kunsthandwerker, Glühweinanbieter und Bratwurstverkäufer sorgten für das richtige Flair und den charakteristischen Duft. Zwischen den mächtigen Hochhäusern der amerikanischen Großstadt entstand so ein kleines, aber feines Weihnachtsdorf "aus Holz und Tuch", das sich auffallend von den sonstigen, neonbunten Weihnachtsattitüden der amerikanischen Geschäftswelt abhob.

Und das Konzept kam an: 300 000 Besucher zählten die Veranstalter im ersten Jahr. 1997 waren es bereits 700 000 und bald kamen eine Million Menschen, um dem Chicagoer "Christkindlmarket" - wie er offiziell heisst - einen Besuch abzustatten. Die Veranstaltung hat sich damit zum größten winterlichen Open-Air-Event der Stadt gemausert



Weihnachtsmärkte

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