Am Anfang war die Tanne

Weihnachtsbaumhandel stellte Weichen für Christkindlesmärik

Der Straßburger Christkindlesmärik findet zwar bereits seit 1570 alljährlich statt, seine Ursprünge reichen jedoch weiter zurück. In einer Handschrift aus Séléstat von 1521 wird bereits der Handel mit Weihnachtsbäumen belegt. Ein Grund, warum Straßburg für sich in Anspruch nimmt, die Heimat des Weihnachtsbaumes zu sein.

Auf dem Markt hatte zu Zeiten des Heiligen Römischen Reiches noch der Nikolaus als Heiliger das Sagen und bei einem Besuch, deckte man sich mir dem ein, was Land und Natur hergaben. Noch heute finden sich an den Ständen Produkte, die von Alters her mit dem elsässischen Jahresende verbunden sind. So zum Beispiel, die "Winachtsbredle", ein ursprünglich als Baumschmuck verwendetes Gebäck, oder die "Bratschtall", eine leicht süße Breze.

Mit der Reformationsbewegung musste der Nikolaus aus Straßburg weichen. Martin Luther bescherte seinen Kindern im Namen des Christkinds und verdrängte den heiligen Nikolaus als Gabenbringer. Der Magistrat von Straßburg verbot 1570 sogar die damals üblichen Nikolausumzüge, um den Kindern einzuschärfen, dass das Christkind und nicht der Heilige die Geschenke bringt.



Weihnachtsmärkte

Wir haben sie! Die Termine der wichtigsten Weihnachtsmärkte rund um den Globus: