Der Karlsruher Christkindlesmarkt

Grandioses hat das Team um Marktamtsleiter Armin Baumbuch geleistet

23.12.2013 - Glühweinduft unter verschneiten Bäumen, runde Wege und gemütliche Holzhackschnitzel locken in diesem Jahr auf den Karlsruher Christkindlesmarkt. Nachdem die Bauarbeiten zur Kombilösung die Stände vom Marktplatz vertrieben haben, bieten diese ihre Waren erstmals komplett auf dem Friedrichsplatz feil. Der Stadt Karlsruhe dürfte inzwischen ein großer Stein vom Herzen gefallen sein. Denn: Die Resonanz ist überwältigend.

Lange ist in der Fächerstadt diskutiert worden, wo der Christkindlesmarkt 2013 stattfinden soll. Die Fraktionen im Karlsruher Gemeinderat hatten sich dazu lange und emotionale Debatten geliefert - und bis zum Schluss wurden die Planungen für den neuen Standort Friedrichsplatz mit Skepsis begleitet.

"Endlich Flair am Weihnachtsmarkt"

Im Juni hatte sich der Gemeinderat auf den neuen Standort geeinigt - als eindeutiges Provisorium. Hört man sich inzwischen um, trifft man durchweg auf zufriedene Besucher. "Toll, warum nicht schon immer an diesem Ort? Keine nervigen Bahnen, schönere Umgebung! ….", "Endlich Flair am Weihnachtsmarkt! Man sollte diesen Platz beibehalten, so schön war es in Karlsruhe noch nie!! Super!"

Zufrieden zeigt sich auch die Stadtverwaltung: "Wir bekommen so viele positive Reaktionen", berichtet Bürgermeister Klaus Stapf . Besonders die Waldweihnacht mit den Bäumen gefalle den Besuchern. Die runden Wege würden als schön bewertet, die Weitläufigkeit schaffe eine entspanntere Atmosphäre. "Auch viele Standbetreiber fühlen sich jetzt besser integriert als auf dem Marktplatz", so Stapf. Sie seien anfangs zurückhaltend gewesen, inzwischen aber sehr zufrieden. Schließlich falle auch die Zerschneidung des Marktes durch die Straßenbahnen weg.

Fraktionen überzeugt vom Friedrichsplatz

Als Erfolg bewerten auch die Fraktionen im Karlsruher Gemeinderat das Konzept auf dem Friedrichsplatz: "Der Christkindlesmarkt stößt bei den Bürgern auf hervorragende Resonanz", freut sich CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz. Die Eiszeit und das erweiterte Angebot rund um die Schlittschuhfläche vor dem Schloss werden ebenfalls sehr gut angenommen. "Die überwältigenden positiven Rückmeldungen aus der Bürgerschaft überzeugen uns, dass die in diesem Jahr als Testphase gedachte Option auf dem Friedrichsplatz für die kommenden Jahre bis zur Freigabe des Markplatzes auf alle Fälle beibehalten werden sollte." Dem schließt sich auch die SPD an. Mit einer Einschränkung: "Für das nächste Jahr muss noch bei der Barrierefreiheit nachgearbeitet werden, damit auch gehbehinderte Menschen den Markt möglichst uneingeschränkt genießen können", mahnt Fraktionsvorsitzende Doris Baitinger. "Auch wir haben einen insgesamt positiven Eindruck vom diesjährigen Weihnachtsmarkt", berichtet Fraktionssprecherin Bettina Lisbach für die Grünen. Mit einer endgültigen Bewertung wolle man aber noch abwarten bis nach Abbau des Marktes die Auswirkungen auf die dortigen Grünflächen erkennbar seien. "Die alten Eibenhecken wurden ja leider gegen unser Votum bereits großenteils entfernt. Für den Weihnachtsmarkt selbst sehen wir noch Verbesserungsbedarf beim Bodenbelag, der für Personen mit Rollatoren oder Buggys schwer befahrbar ist." Auch die Führung des Radverkehr sei noch nicht zufriedenstellend gelöst. Zu den Grünflächen äußert sich auch die FDP kritisch: "Ob Eiszeit, Christkindlesmarkt oder Kinderland - die diesjährigen Angebote glänzen um die Wette. Dennoch müssen wir uns im Frühjahr vor allem über den Friedrichsplatz unterhalten", so Fraktionsvorsitzender Thomas Hock. Die Belastung des Bodens und des Grüns müsse hinnehmbar sein. An der Aufenthaltsqualität dürfe sich außerhalb der Adventszeit nichts ändern. Vorerst aber: "Glückwunsch an die Gestalter der Weihnachtsangebote!" Auch Stadtrat Friedemann Kalmbach (GfK) zeigt Begeisterung und schließt sich eigenen Angaben nach dem Urteil vieler Besucher an: "Der beste und schönste Christkindlesmarkt den Karlsruhe je hatte - insbesondere die Kinderwelt vor St. Stephan war eine positive Überraschung." Ein Lob für die Gestaltung gehe an das Marktamt der Stadt." Wir Freien Wähler hatten die Entscheidung 'pro Friedrichsplatz' mitgetragen, weil wir uns schon damals vorstellen konnten, dass durch die schöne, rundum windgeschützte und zentrale Lage mit kurzen Wegen ein atmosphärisch stimmiger Weihnachtsmarkt entstehen könnte", heißt es von Freie Wähler Stadtrat Jürgen Wenzel. Es sei außerdem richtig gewesen, Eiszeit und Weihnachtsmarkt zu trennen. "Bis der Marktplatz schienenfrei ist, kann der Weihnachtsmarkt so bleiben wie er nun ist." Über das Jahr hinweg wünsche man sich jedoch, dass der Friedrichsplatz wieder ein Ruhepunkt wird, "der er ursprünglich war und nicht zu einer 'Partymeile' verkommt."

Quelle: ka-news



Weihnachtsmärkte

Wir haben sie! Die Termine der wichtigsten Weihnachtsmärkte rund um den Globus: