Glänzende Bilanz:

Vier Millionen Besucher auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt

27.12.2011 - So lange wie noch nie – an 31 Tagen – verwandelten 282 Händler die City mit ihren herrlich geschmückten Buden in eine funkelnde Weihnachtsstadt. Vier Millionen Besucher aus dem In- und Ausland bummelten in diesem Jahr über den Markt und ließen sich in der stimmungsvollen Atmosphäre treiben.

„Eine wirklich glänzende Bilanz nach dem wetterbedingt etwas schwächeren Jahr 2010“, zeigt sich Andreas Kroll, Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft mbH, zufrieden. Samstags und sonntags zog es wie gewöhnlich die meisten Besucher auf den Weihnachtsmarkt. Bereits am ersten Adventswochenende um den 26. und 27. November waren die Gassen zwischen den Buden voller als in den Vorjahren. Den Ausschlag für das Plus gaben in diesem Jahr jedoch die Besucher aus Stuttgart und der Umgebung, die wieder unter der Woche auf den Markt kamen. „Wenn das Wetter mitspielte, entschieden sich viele auch spontan für ein Treffen mit Kollegen oder Freunden nach Feierabend. Letztes Jahr war es dafür schlichtweg zu nass und zu kalt“, erklärt Andreas Kroll den Zulauf.

Am besten: der dritte Advent

Endspurt beim Geschenkekauf: Das dritte Adventswochenende war wie immer das bestbesuchte in der vierwöchigen Weihnachtsmarktzeit. Auch der Busreisetourismus erreichte an diesen Tagen Bestmarken. Allein am Samstag, 10. Dezember 2011, steuerten rund 450 Reisebusse aus dem In- und Ausland die glitzernde Budenstadt an – so viele wie noch nie an einem einzigen Tag. Insgesamt wurden rund 4.500 Busse gezählt. „Das ist eine Steigerung um zehn Prozent und neuer Rekord“, freut sich Marcus Christen, in.Stuttgart Abteilungsleiter für die Stadtfeste und den Cannstatter Wasen, über den Zuspruch, der sich nicht nur auf deutsche Städte beschränkt.

Schweizer sind stärkste Gruppe

Vor allem Schweizer Touristen machen sich in der Vorweihnachtszeit auf den Weg in die Landeshauptstadt Baden-Württembergs. 55 Prozent aller Reisebusse kamen aus Deutschland, 32 Prozent aus der Schweiz, sechs Prozent aus Italien, drei Prozent aus Ungarn und 16 Prozent aus dem restlichen Ausland.

Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt, den rund 280 Händler gestalteten, belegte eine Standfläche von knapp 4.000 Quadratmetern. Die Stände bildeten eine Frontlänge von mehr als 1,6 Kilometern. Dazu fanden allabendlich Konzerte im Innenhof des Alten Schlosses und auf der Rathaustreppe statt. Chöre und Musikgruppen aus Stuttgart und der Region ernteten nicht nur viel Applaus, sondern luden mit den schönsten Weihnachtsliedern zum Zuhören und Mitsingen ein.

Wirtschaftlicher Motor

Der Stuttgarter Weihnachtsmarkt stellt einen starken wirtschaftlichen Motor für die Stadt und die Region dar. Neben den Marktbeschickern profitieren natürlich auch der Einzelhandel, Gastronomie, Hotels und viele Zulieferer.

Außerdem sind die beiden rund 20 Meter hohen Fichten auf dem Markt- und Schlossplatz nicht die einzigen Christbäume auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt: Rund 210 mannshohe Nadelbäume verwandelten die Gassen und Plätze in eine verträumte Weihnachtsstadt. Zudem kamen weitere 300 Bund Tannengrün als Dekoration zum Einsatz.

Riesiger Adventskalender

Während der Marktzeit verwandelte sich das Stuttgarter Rathaus in einen riesigen Adventskalender, an dem jeden Tag ein Fenster geöffnet wurde. Dahinter verbargen
sich die Wappen der 23 Stadtbezirke Stuttgarts, am 24. Dezember erschien dann das Wappen der Landeshauptstadt. Auch das Rathaus umgab sich mit vorweihnachtlichem Glanz und dekorierte sich mit knapp 1.000 Metern Lichtsträngen. Daran leuchteten rund 10.000 LED-Lämpchen, die insgesamt weniger Strom verbrauchten als ein gewöhnlicher Heizlüfter.



Weihnachtsmärkte

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