Den Alltag hinter sich lassen

Beim Bummel über den Mannheimer Weihnachtsmarkt taucht man in eine andere Welt

18.12.2011 - Glitzernde Lichter, weihnachtliche Klänge von der nostalgischen Karussellorgel, internationales Kunsthandwerk, Geschenkideen und Leckereien sowie der vertraute Duft nach Glühwein und gebrannten Mandeln: Wer den Mannheimer Weihnachtsmarkt am Wasserturm betritt, lässt den Alltag hinter sich.

Der klassische Weihnachtsmarkt inmitten der größten Jugendstil-Anlage Europas findet in diesem Jahr zum 40. Mal statt. 1972 erfuhr die „Christkindlsmess“, die in Mannheim schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts sporadisch durchgeführt wurde, ihre große Renaissance: Auf dem Paradeplatz im Zentrum der Stadt bildeten rund 100 Stände einen eigenen kleinen Stadtteil aus einheitlichen Holzhäuschen. Die Besucher konnten durch „Engelsgasse“ und „Nikolausstraße“ bummeln. Der Weihnachtsmarkt wurde ein beliebter und immer bekannterer Treffpunkt. Wegen des Baus einer Tiefgarage wurde der Weihnachtsmarkt 1978 auf den Friedrichsplatz am Wasserturm verlegt. Hier wuchs die stimmungsvolle Weihnachtsstadt auf ihre heutige Größe von rund 200 Hütten. Damit ist der Mannheimer Weihnachtsmarkt am Wasserturm, dem Wahrzeichen der Quadratestadt, einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland.

Rund 200 Verkaufsstände

Die rund 200 Hütten bieten reichlich Geschenkideen vom Spielzeugauto bis zum Ticket-Weihnachtspäckchen für die Formel 1 am Hockenheimring. Designer-Handtaschen und Lederarmbänder aus eigener Kollektion gilt es ebenso zu entdecken wie Schmuck und Wohnaccessoires. Vor allem junge Frauen greifen gern nach Ketten aus ungeschliffenem Natur-Bernstein, den es auch einzeln als Heilstein für die Hosentasche gibt. Man will es sich mit Rentierfell und Nackenkissen gemütlich machen, und aus dem Sektglas oder Whisky-Tumbler mit persönlicher Gravur trinkt nicht nur „der beste Opa der Welt“. Menschen aller Altersgruppen schlüpfen in Fellhausschuhe, Tiermützen und Rundschals.

Unter den Weihnachtsdekorationen ist auf dem Mannheimer Weihnachtsmarkt am Wasserturm vor allem Traditionelles gefragt, in den klassischen Farben Rot und Gold. Sammler begeistern sich für Engel, Nussknacker und Winterfiguren aus dem Erzgebirge, oder sie bauen aus jährlich neuen Lichthäuschen und viel Zubehör gemütliche Städtchen fürs Wohnzimmer.

Schmusetiere und Holzspielzeug

Gegen Kälte hilft Wolliges von den Socken bis zur Mütze, und auch Lammfelle bringen kuschelige Naturwärme an Hände, Füße und ins Kinderbett. Kinder können unter anderem Schmusetiere und Holzspielzeug, Baukästen und Lernspiele auf den Wunschzettel setzen, und zum Adventskaffee kann man sich Früchtebrot, Stollen und Plätzchen schmecken lassen.

Am Sonderstand „Informieren und Helfen“ gibt es Geschenke, die doppelt Freude bereiten: Ehrenamtliche Helfer gemeinnütziger Organisationen verkaufen selbst hergestellte Bastelarbeiten, Marmeladen und Weihnachtsgebäck zugunsten sozialer Einrichtungen. Schulklassen, Vereine und Freizeitkünstler gestalten täglich ein buntes Bühnenprogramm – erstmals auch mit Kleinkunst, Kabarett und Kindertheater.

Weitere Infos gibt es unter www.weihnachtsmarkt-mannheim.de und bei der Mannheimer Weihnachtsmarkt-GmbH unter Telefon 0621/425090. Der Mannheimer Weihnachtsmarkt ist bis 23. Dezember 2011 täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet.



Weihnachtsmärkte

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