Lichterglanz ohne Kitsch und Tand

Aachener Weihnachtsmarkt rund um Dom und Rathaus strahlt im festlichen Glanz

17.12.2011 - Die Plätze und Gassen rund um Dom und Rathaus strahlen im festlichen Glanz. Ein Duft von Tannengrün und Bienenwachs vermählt sich mit den verlockenden Rauchschwaden vom Holzkohlegrill – auch in diesem Jahr lädt der Aachener Weihnachtsmarkt wieder zu einem Bummel ein.

Zahlreiche Händler, Handwerker, Künstler und Gastronomen bieten diesmal rund um Dom und Rathaus ihre Waren feil. Sie sind ein Stück heimischer Lebensart, liefern Geschenkideen und Anregungen für das Weihnachtsfest.
Es gibt nicht nur den „Klassiker“, die Printen, sie sich weltweit als „leckerer Botschafter“ der Stadt etabliert haben. Neben Holzspielzeug, Schals und Mützen, liegen Teddybären und Zauberlichter, Stoff- und Plüschtiere oder Geduldsspiele bereit. Viele Marktbesucher interessieren sich für Porzellanpuppen, Kunstwaren aus dem Erzgebirge, Holzminiaturen oder handgefertigte Seifen.

Kein Kitsch und Tand

Auf Tand und Kitsch haben die Macher des Marktes, der Märkte und Aktionskreis City (MAC), fast vollständig verzichtet. Kein Wunder, dass der Aachener Weihnachtsmarkt zu den größten und wohl schönsten Veranstaltungen dieser Art in Deutschland zählt.

Die Wurzeln des Aachener Weihnachtsmarktes finden sich in den 1970er Jahren: Aus den bescheidenen Anfängen des „Printenmarktes“ rund um den Elisenbrunnen hat sich nach der Verlagerung aus Markt und Katschhof die heutige außergewöhnlich anheimelnde, geradezu familiäre Atmosphäre entwickelt. Denn nicht nur die Zahl der Besucher ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, auch sind mehr Aussteller in die Domstadt gekommen.

Viele lukullische Angebote

Was wäre der Aachener Weihnachtsmarkt jedoch ohne Reibekuchen und Bockwurst, ohne Waffeln und Glühwein? Gerade die lukullischen Angebote sind Hauptanziehungspunkte für viele Besucher – was die Menschentrauben rund um die Glühweinstände und die Schlangen vor den Reibekuchenbäckereien alle Jahre wieder eindrucksvoll beweisen. Neben jenen profaneren Buden stehen ganz brüderlich wahrhaft kulinarische Stände, wo Austern, Lachs, und Champagner verkauft werden. Ein teures Vergnügen, aber sicherlich einmal der Mühe des Probierens wert.

Interessantes Kulturprogramm

Aber der Aachener Markt hat natürlich noch mehr zu bieten. Ein interessantes Kulturprogramm zum Beispiel, mit Bläsergruppen, irischer Folk-Musik oder Big-Band-Sound. Die Ausstellung „Das Christkind im Glasschrein – Vom Zauber barocker Klosterarbeiten“ ist im Couven Museum noch bis 12. Februar 2012 zu sehen. Sie eigt die verschiedenen Facetten der barocken Frömmigkeit: Wallfahrtsjesulein, bäuerliche Fatschenkinder, Wiegen- und Schachtelkindl, Reliquien-, und Andachtsbilder sowie Krippen.

Längst ist der Weihnachtsmarkt Treffpunkt in der Kaiserstadt geworden. Man kennt sich, man trifft sich, man parliert und flaniert, schlendert durch die Budengassen, genießt das unverkennbare Flair des Marktes und die weihnachtliche Vorfreude.



Weihnachtsmärkte

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